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Handlungsfreiheit

Ich lese gerade “Der Minuten-Manager und der Klammer-Affe” von Kenneth Blanchard, William Onken, Jr. Hal Burrows und Lieselotte Mietzner (Übersetzung). Es ist ein kurzweiliges kleines Büchlein über die Kunst, sich Freiräume zu schaffen. Dabei bin ich auf eine sehr schöne Textstelle gestoßen, die ein Thema anspricht, dass bei mir immer wieder Diskussionagegenstand ist.

Wenn Sie Ihren Mitarbeitern Handlungsbefugnis und Freiraum geben, nützt das Ihnen beiden. Sie als Manager gewinnen frei verfügbare Zeit, denn je mehr Freiheit Ihre Mitarbeiter haben, desto weniger Zeit und Energie brauchen Sie, um sie zu beaufsichtigen. Freiheit für Ihre Mitarbeiter heißt auch, dass diese die vielen Vorteile des Selbstmanagements genießen können (zum Beispiel mehr Befriedigung, mehr Tatkraft, höhere Arbeitsmoral).
[…]
Soviel Freiraum wie möglich und soviel Kontrolle wie nötig.

Ich bin der Überzeugung, dass das zu mehr Freude an der Arbeit und in Folge dessen auch zu besseren Ergebnissen führt.

Fehlender Marker in Xmind

Seit Jahren benutze ich Xmind für die Projektorganisation.  Mit der Version 2013 wurden unter anderem die mitgelieferten Marker überarbeitet. Sie sind kleiner, dezenter – subjektiv deutlich hübscher.  Der Marker Task Progress” hat immer schon eine konkrete Semantik. Früher gab es sechs Taskstatusstufen, mit 2013 sind es nun neun. Das habe ich sehr begrüßt, da es etwas mehr Freiheit bei der Umsetzung des eigenen Organisationskonzeptes bietet. Leider ist der Progressmarker “Pause” verschwunden, den ich als sehr hilfreich empfand, z.B. wenn eine Aufgabe derzeit oder überhaupt nicht umgesetzt werden, zu Dokumentationszwecken aber in der Map bleiben sollte.

Beim Betrachten einer alten Mindmap habe ich ihn heute plötzlich wiederentdeckt. Und verhielt sich genau so, wie man es erwarten würden, als wäre er Teil der Markergruppe. Also hab ich mal die Ressourcen meiner Xmindinstallation untersucht und siehe da, die Graphiken existieren. Ein Blick in die Konfiguration brachte dann die Erkenntniss: Der Pausemarker ist da, aber als “hidden” konfiguriert. Gleiches gilt übrigens auch für einige andere wie zum Beispiel das schwarze Flag oder den grauen Stern.

Die Lösung ist also ganz einfach:

Man ersetze in der Datei

xmind/plugins/org.xmind.ui.resources_3.4.1.201401221918/markers/markerSheet.xml

die Zeile

<marker id="task-pause" name="%taskPause" resource="progress_pause.png" hidden="true"/>

durch

<marker id="task-pause" name="%taskPause" resource="progress_pause.png"/>

und starte Xmind neu.

Voila!

Xmind-Pause-Marker

Erfolgspause ;)

Bekanntermaßen kann man sich relativ einfach selbst manipulieren. Wenn es um Eigenmotivation geht ist “Schöndenken” ein durchaus probates Mittel. Cool daran ist, dass es sogar funktioniert, wenn man genau weiß was Phase ist.

Zu diesem Thema passen habe ich heute mal wieder einen netten Erguss eines meiner Kollegen der fast hätte von mir stammen können:

Es gibt keinen Misserfolg – nur Pausen in einer Serie von Erfolgen.

Zugegeben, damit das wirkt braucht es schon ein stark gefestigtes Ego. Aber das haben wir doch wohl allesamt, oder? 😉

Parallelisation

That’s what you get when you talk about your thoughts at the standup-meeting 😉

But seriously – everybody knows that pregnancy takes a bit longer than nine month – so it needs at least ten woman to deliver a baby in one month. Also parallelisation always comes with some overhead – letz say 10% and let also add some buffer for unforeseen problems – maybe 20%. So a realistic projection could be 1,3 month for finishing a new baby with a team of ten women. ;).

Communications

Obwohl die Aufzählung sicher nun ein Subset guter Kommunikation darstellt finde ich den folgenden Artikel sehr lesenswert:

7 Steps to Communicate Your Way out of Conflict | Switch and Shift.

Just my 50 cents:

Punkt 2 – “Projection”, “Reaction Formation”, “Displacement” und “Escalation” sind häufig auch unter dem von mir so geliebten Namen “Schuldmanagement” anzutreffen :).

Punkt 6 – “Validate” ist meiner Meinung nach etwas, dass nur wenige Menschen können – sich in andere Meinungen hineinversetzen, ohne sie selbst zu teilen.

Schätzungskorrekturen

Bei scrum.org habe ich einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema Schätzungskorrekturen gefunden:

The Deadly Disease of the Focus Factor

Obgleich er mir bei meinem aktuellen Problem nur bedingt weiterhilft, werden doch einige Fehler aufgelistet, die offensichtlich immer wieder gemacht werden. Einige davon kannte ich bereits andere habe ich auch selbst schon gemacht.

Das folgende Zitat beschreibt auf wunderbare Weise, was Softwareentwicklung wirklich ist und wie sie fälschlicherweise noch immer gesehen wird:

More seriously, software development is not a factory activity. It is not about pushing materials, such as “requirements” through a production line. It is not about always getting predictable results with low variation as output at the end of the line. Software development is about delivering value to customers.